Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   28.05.16 03:35
    Ich brauche deine hilfe

http://myblog.de/aneri55

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Freundschaft fürs Leben

Jemand, den man sehr gut kennt und zu dem man über eine relativ lange Zeit eine enge Beziehung hat, ist ein Freund oder eine Freundin. Manchmal geht eine Freundschaft seltsame Wege, wie bei mir.

Hani war zwölf, als ich auf die Welt kam. Aus Erzählungen weiß ich, dass sie mich jeden Tag nach der Schule im Kinderwagen spazieren fuhr, und dass sie öfter meine Babysitterin war. Unsere Familien wohnten im gleichen Haus, was sich als ausgesprochen praktisch erwies. Später war Hani für mich eine Art Tante gewesen. Ich nannte sie Hani, obwohl sie Anna hieß. Ihr Zuhause wurde zu meinem zweiten Zuhause, wo ich mich geborgen und geliebt fühlte.

Nach zehn Jahren die erste Trennung - meine Eltern waren in eine andere Stadt umgezogen. Zum Glück durfte ich bald alleine zu Hani fahren. Wenn ich sie besuchte, musste ich zwei Stunden mit der Strassenbahn fahren und auch umsteigen. Es machte mir aber nichts aus. Ich war sogar deswegen stolz auf mich. Wochenenden und ein Teil der Schulferien verbrachte ich nun bei Hani und ihrer Familie. Bei ihrer Hochzeit war ich ein Ehrengast. Ihr Mann Wiltor mochte mich genauso wie alle anderen. Wir hatten zu dritt oft was unternommen, und beim Abschied flossen immer die Tränen. 

Im erwachsenen Alter und als ich selbst geheiratet hatte, da wurde aus meiner Hani eine wahre und treue Freundin. Wir besuchten uns regelmäßig und machten gemeinsam Urlaub an der Ostee oder in den Bergen. Für meinen Sohn hatte Hani die Patenschaft übernommen. Meine Kinder liebte sie so, wie mich in meiner Kindheit. Vielleicht lag es daran, dass die keine Kinder bekommen konnte.

Und dann kam die zweite Trennung - ich reiste nach Deutschland. Für immer. Bei der Entfernung konnten wir uns nur schreiben - jeden Monat ein Brief - und Fotos schicken. Zur Erstkommunion meines Sohnes, es waren inzwischen sieben Jahre vergangen, waren Hani und Wiktor für eine Woche gekommen. Wir hatten eine unvergessliche Zeit miteinander erlebt, und ich versprach, sie bald zu besuchen, was ich jede paar Jahre tat. Später, als auch in Polen plötzlich jeder einen Telefonanschluß haben konnte, rief ich Hani regelmäßig an. Meistens am Sonntag. Weiterhin schrieben wir uns Briefe und Grüße zu Geburtstagen, Weihnachten und zu Ostern. Immer musste ich ihr genau über meine Kinder berichten. Sie las dann meine Briefe ihrer Mutter und ihrer Schwester, die alles über mich wissen wollten.

Und dann rief eines Tages Wiktor an. Es war ungewöhnlich, dass er sich zuerst meldete und nicht Hani. Wiktor teilte mir mit, dass Hani...

Fortsetzung folgt   

18.3.16 21:10
 
Letzte Einträge: Ein Brief an mich selbst, Das Bild, Eine Nacht im Zug oder die längste Nacht meines Lebens, Fortsetzung


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung