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Ein Brief an mich selbst

Bei meinem letzten Aufenthalt in der Klinik schlug mir mein Therapeut was Ungewöhnliches vor: Ich sollte einen Brief an mich schreiben.

"Einen Brief an mich persönlich? Ich wüsste nicht, was ich schreiben könnte", antwortete ich ihm.

"Sie müssen nicht, aber denken zumindest darüber nach."

An dem Tag hatte ich viele Termine und Besucher, und ich kam nicht dazu, über die Sache nachzudenken. Am nächsten Tag beschäftigte mich der Vorschlag mehrere Stunden. Am Abend spürte ich, dass ich schreiben muss, obwohl ich noch nicht genau wusste was. Mein Therapeut sagte mir, dass ich den Zeitpunkt für den Erhalt meines Briefes selbst bestimmen könne. Mit dem ersten Worten "Liebe Aneri" kamen mir ganz viele Gedanken, die ich aufs Papier bringen wollte. Und an dem Abend schrieb ich den Brief an mich selbst.

"seit einiger Zeit bist du wieder zu Hause. Hoffentlich geht es dir gut. Du hast in der Klinik hart an dir gearbeitet, um aus dem dunklen Loch rauszukommen. Zu Hause wolltest du alles daran setzen, um wieder ein normales Leben zu führen. Bist du auch fleißig dabei? Du hattest vor, dir für jeden Tag einen Plan zu erstellen. Ist es dir gelungen? Wenn mal irgendwas nicht klappt, ist es nicht schlimm. Auch gesunde Menschen haben mal einen schlechten Tag.

Du weißt, dass was immer auch das Leben bringt, es wird immer wieder weitergehen. Und vergiss niemals, egal wie schwer es ist, dass du was ganz Besonderes bist! Ich möchte es so gerne, dass ein Strahlen in den Augen und ein Löcheln im GHesicht dich immer begleiten.

Nimm die helfenden Hände deine Familie an. Sie möchten dir helfen, sie stehen immer noch zu dir. Zeige ihnen deine Liebe, Annerkennung und Dankbarkeit. Du wirst gebraucht: Dein Mann und deine Kinder brauchen dich - jeder auf seine Art. Du kannst dich wirklich glücklich schätzen, dass du so eine Familie hast.

Leider mussich eine Sache ansprechen; ich flehe dich an, hole dir Hilfe, wenn du wieder mal nicht weiter leben zu wollen solltest. Nimm es in Angrif rechtzeitig, spreche darüber mit der Familie und mi tdeinem Arzt. Aus Erfahrung weißt du, dass eine triste Zeit zu überwinden ist.

Liebe Aneri, sei gut zu dir. Liebe dich selbst und dass Leben wird schöner. Wenn du mit dir selbst zufrieden bist, kannst du dein Umfeld besser wahrnehmen. Man kann nicht lieben, solange man nicht weiß, dass man selbst liebenswert ist.

Ich wünsche dir all das Beste: Gesundheit, Zufriedenheit und nebst allem, was dich sonst erfreut. Ich glaube an dich !!!"

Als ich bei meiner nächsten Therapiestunde meinen Brief erwähnte, meinte Herr ...:" Ich war mir sicher, dass Sie den Brief schreiben würden. Jetzt sagen Sie, wann ich den Brief abschicken soll."

In sechs Wochen wollte ich den Brief erhalten. Ich wollte, dass Herr... meinen Brief liest: "Es ist kein Geheimnis und als mein Therapeut sollten sie wissen, was ich produziert habe, auch wenn Sie nicht immer solche Briefe zum lesen bekommen."

2.4.16 22:52
 
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